Operationsbefehl UebMan121915Bnov17

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1. LAGE

FEINDLAGE

Dem Feind sind im Verlauf des Morgens starke Geländegewinne an zwei Durchbruchstellen entlang der PL Braun gelungen. Maßgeblich für den feindlichen Erfolg waren die einzelnen Luftlandeoperationen hinter der HKL. Derzeit zieht der Feind im Raum vor Königsstein und Schwalbach vermehrt Truppen zusammen, um die gewonnenen Geländeabschnitte zu sichern und den weiteren Vorstoß auf die genannten Städte durchzuführen. Neben den bereits bekannten motorisierten Kräften setzt der Feind nun vermehrt auch auf mechanisierte und gepanzerte Einheiten. Nördlich Kronberg hat ein Feindliches mechanisiertes Bataillon begonnen den Angriff zu unterstützen. Verstärkt ist dieses durch mindestens zwei Panzerkompanien, welche sich jeweils auf die beiden Angriffsschwerpunkte aufgeteilt haben.
In unserem Gefechtsreifen müssen wir mit einzelnen Feindverbänden in Zugstärke rechnen, welche sich von Nord nach Süd bewegen. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass wir auf gepanzerte Kräfte treffen.

EIGENE LAGE

Während unser Verteidigungsabschnitt unter großen Mühen gehalten werden konnte, mussten die dritte und die vierte Kompanie aufgrund von abgesetzten Fallschirmjägerkräften im Rückraum, die zugeteilten Abschnitte verlassen und sich zurückfallen lassen. Sie haben sich neu gesammelt und bereiten die weitere Verteidigung vor, um den erwarteten feindlichen Vorstoß abzuwehren.
Vor kurzen hat das Panzerbataillon 393 das Gebiet erreicht und versucht nun mit einer Kompanie die Verteidigung von Schwalbach zu unterstützen und mit einer weiteren Kompanie in den feindlichen Keil von Ost einzudringen und nachrückende Feindkräfte abzufangen. Die eigene EloKa stört derzeit die meisten feindlichen Frequenzen, um die Koordinierung des feindlichen Angriffs zu verhindern.

ZIVILE LAGE

Nördlich der PL Gelb ist nur noch vereinzelt mit Zivilisten zu rechnen, welche sich geweigert haben das Kampfgebiet zu verlassen.

2. AUFTRAG

Die 2./391 hat den Auftrag weiterhin mit einem Zug die zugeteilten befestigten Frontabschnitte zu bemannen, und mit den restlichen Kräften einen Zangenangriff nach Westen zu starten um den Feind in die nur schwach besetzte Seite zu Fallen, und mithilfe der 3./393 den feindlichen Nachschubweg abzuschneiden und die südlich gelagerten Feindkräfte einzukesseln. Nach Einnahme des AZ stellen wir Schulterschluss mit eigenen Panzerkräften her, welche von Westen her anrücken.

3. DURCHFÜHRUNG

Wir verlassen unser Stellungssystem westwärts und rücken über Weisskirchen und Windpark auf das Zwischenziel 1 zu. Im Anschluss müssen Linkswald und Nordhof gesichert werden. Über Südhof ist und Wohnblock ist letztendlich das Angriffsziel zu nehmen und zu halten und die eigenen Panzerkräfte aufzunehmen.
Feindkräfte, welche sich auf der Durchfahrt nach Süd befinden sind, nach Möglichkeit zu binden und zu bekämpfen. Der Kampf mit überlegenem Feind ist zu meiden. Durch den gestörten Funk sollte es möglich sein, die Feindkräfte einzeln zu bekämpfen. Ein koordiniertes Abfangen unseres Angriffs sollte kaum möglich sein.

4. EINSATZUNTERSTÜTZUNG

Funkstörung durch EloKa

4. FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG

Feindliche Truppenbewegungen müssen an Adler gemeldet werden, um die eigenen Kräfte südlich zu informieren.