Einsatz und Aufgabenverteilung

Der Bergepanzer 3 ergänzt in vierter Generation die Liste der schweren Bergefahrzeuge und reiht sich in die Hierarchie ein. Mit der Einführung des Leopard 2 entstand zunehmend auch die Notwendigkeit, ein leistungsfähigeres Ersatzfahrzeug für den bisher im Einsatz befindlichen Bergepanzer 2 auf Leopard 1-Basis anzuschaffen, dessen Fähigkeiten eine logistische Unterstützung der aktuellen Kampfpanzerserie nicht länger gewährleistete. In enger Kooperation mit den niederländischen Streitkräften wurde die Entwicklung des Fahrzeug vorangetrieben und fand schließlich mit der Einführung des Bergepanzer III Büffel in den Jahren 1992 bis 1997 das voraussichtlich Ende. Insgesamt beschaffte die Bundeswehr 75 Fahrzeuge, welche zwecks einer verlängerten Nutzungsdauer auch in Zukunft modifiziert werden.

 

Seine Aufgaben umfassen:

   Bergen von Kettenfahrzeugen im Gelände und aus stehenden/fließenden Gewässern vom Ufer aus

   Abschleppen von Kettenfahrzeugen auf der Straße und im Gelände

   Rangieren von Kettenfahrzeugen

   Unterstützung bei der Instandsetzung durch Triebwerkziehen, Turmziehen, Kranarbeiten, Schneid- und Schweißarbeiten

   Be- und Endtanken von Kettenfahrzeugen

   Triebwerktransport

   Räumen von Hindernissen und Erdarbeiten.

 

Die vorerst letzte Kampfwertsteigerung fand im Rahmen des Büffel-Einsatzes in den Jahren 2013/2014 in Vorbereitung auf den Afghanistanaufenthalt statt. Im Oktober 2013 wurden zwei Fahrzeuge als Unterstützung der stationierten Panzerhaubitzen verlegt, während ein weiteres Fahrzeug für Ausbildungszwecke in Deutschland verblieb. Die Änderungen umfassen eine Reihe von notwendigen Anpassungen, die speziell für den Kampf gegen irreguläre Kräfte installiert wurden. So wurde der Panzerschutz gegen IED und Sprengmittel verbessert, ein Störsender angebracht und der Innenraum ausgekleidet. Ebenso neu wurde die Restlichtverstärkerunterstützung für den Kraftfahrer erweitert, eine Schnellbergeeinrichtung am Heck angefügt, Führungs- und Navigationsanlagen überarbeitet und eine thermische Isolation gegenüber der hohen klimatischen Anforderungen eingebracht. Das neue Gesamtgewicht beläuft sich auf 63t und wird von einem 1600 PS starkem Motor angetrieben.

Die überarbeitete Version wird mit dem Zusatz "A1" bezeichnet.

Aufgabenverteilung

Die Panzerbesatzung bildet eine Kampfgemeinschaft. Ihre reibungslose Zusammenarbeit ist unter allen Verhältnissen für den Kampferfolg von entscheidender Bedeutung. Dies setzt voraus, dass jedes Besatzungsmitglied seine Aufgaben voll beherrscht. Es muss die ihm zukommenden Tätigkeiten und Handgriffe rasch und sicher ausführen. Vorübergehend muss es auch die Aufgaben eines anderen Besatzungsmitgliedes übernehmen können. Sie setzt sich regulär aus drei Soldaten (Kommandant, Bergehelfer, Kraftfahrer) zusammen und kann im Bedarfsfall auch um einen Bergehelfer erweitert werden.

Kommandant

Der Panzerkommandant ist für die Einsatzbereitschaft des Bergepanzers und der Panzerbesatzung sowie für die Führung des Panzers im Gefecht verantwortlich. Er muss die eigenen Aufgaben beherrschen. Die Aufgaben der anderen Besatzungsmitglieder muss er kennen und ausführen können. Er hält Kontakt zum Zugführer und empfängt Befehle zum Einsatz des Fahrzeugs im Gefecht. Weiterhin bedient er das lafettierte Fla-MG3 und überwacht die Tätigkeiten seiner Besatzungsmitglieder im Bergevorgang.

Bergehelfer

Der Bergehelfer wird abgesessenen eingesetzt und hilft bei der Anbringung und Konstruktion der Bergevorrichtung. Weiterhin dient er als Nahsicherer während der Bergung, unterstützt den Kommandanten durch Hand- und Rufzeichen bei der Überwachung und hilft bei der Einweisung des Kraftfahrers.

Kraftfahrer

Der Kraftfahrer fährt den Bergepanzer nach den Kommandos, Befehlen und Zeichen des Panzerkommandanten. Die Hauptaufgaben des Panzerfahrers sind das lage- und geländeangepasste Fahren, die Beobachtung des Fahrweges, um Hindernisse und Sperren (z,B, Sumpfstellen, Abbrüche, Minen) rechtzeitig zu erkennen, die Füllstandsanzeige für Betriebsstoff zu überwachen und das Räumschild zu bedienen.

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