Feuerkampf gegen Luftfeind

 

Besonders während der Bewegung auf dem Gefechtsfeld sind Kampffahrzeuge der feindlichen Luftaufklärung und Luftangriffen stark ausgesetzt.

Mit der Maschinenkanone werden auf Befehl des Zugskommandanten schwebende oder anlandende Hubschrauber innerhalb der Einsatzschussweite bekämpft.

Der Feuerkampf gegen Luftfeind kann auch mit dem Turmmaschinengewehr im Rahmen der Fliegerabwehr aller Truppen gegen fliegende und schwebende Luftziele bis zur Einsatzschussweite (1000 m) geführt werden.

Mit der Maschinenkanone sind bis zur Einsatzschussweite (2000m)

  • langsamfliegende Luftziele (bis etwa 400 km/h, zB Hubschrauber) im An- und Vorbeiflug und
  • schnellfliegende Luftziele nur im Anflug (bei einem Angriff im Stechflug oder im horizontalen Anflug) zu bekämpfen.

Anlandende Truppen werden wie Flächenziele bekämpft. Dabei ist es zweckmäßig, die Hubschrauber noch vor dem Absetzen von Feindkräften zu bekämpfen. Voraussetzung für die Bekämpfung von Luftfeind ist die lückenlose Luftraumbeobachtung.

Bei Erkennen von Luftfeind ist die Panzerbesatzung sofort zu alarmieren, zB: „Fliegeralarm 12 Uhr!".

Bei Fliegeralarm wird die Richtung nach dem Uhrzifferblatt angegeben, wobei als 12 Uhr

  • während der Bewegung die Marschrichtung oder die allgemeine Angriffsrichtung,
  • in einer Stellung die Hauptschussrichtung und
  • in allen übrigen Fällen die Nordrichtung

anzunehmen ist.

Ist Feuerverbot (zB zur Sicherung eigener Luftfahrzeuge) befohlen, dürfen durch die Panzerbesatzung nur direkt angreifende Luftziele bekämpft werden.

VERHALTEN BEI LUFTANGRIFFEN

Allgemeines

Kampffahrzeuge sind, sowohl bei Tag als auch bei Nacht, bevorzugte Ziele für die feindliche Luftaufklärung und für Luftangriffe.

Luftangriffe können erfolgen

  • durch Jagdbomber (Angriff mit Kanonen, Raketen oder Bomben) oder
  • durch Kampfhubschrauber (Angriff mit gelenkten und ungelenkten Raketen sowie sonstigen Bordwaffen).

Jagdbomber greifen meist im Tiefflug mit sehr hoher Geschwindigkeit an.

Kampfhubschrauber können ihre Waffen sowohl im Anflug als auch aus dem Schwebeflug zum Einsatz bringen.

Mit feindlicher Luftüberlegenheit ist immer zu rechnen.

Der Schützenpanzer schützt sich gegen Luftfeind vor allem durch Geländeausnützung und Tarnung. Im Rahmen des Panzergrenadierzuges geschieht dies zusätzlich durch Auflockerung (passive Fliegerabwehr).

PASSIVE LUFTABWEHR

Wo immer es die Lage und der Auftrag zulassen, hat der Panzerkommandant jedoch auch selbständig für die Luftraumbeobachtung zu sorgen.

Erfolgt ein Luftangriff auf einen in Stellung befindlichen Schützenpanzer, ist ein notwendiger Stellungswechsel grundsätzlich erst nach Ende des Angriffes durchzuführen.

Erfolgt ein Luftangriff auf einen in Bewegung befindlichen Schützenpanzer fährt dieser nach Möglichkeit in Ist dies nicht möglich, versucht der Panzerkommandant die feindliche Waffenwirkung durch

  • die Erhöhung der Geschwindigkeit,
  • das Fahren möglichst quer zur Anflugrichtung und
  • die Vergrößerung der Abstände zu den anderen Kampffahrzeugen

zu verringern.

 

Copyright: TomNedry, CC BY

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