Feuerkampf

 

Der Feuerkampf wird geführt um Ziele

  • in der kürzest möglichen Zeit,
  • auf die wirkungsvollste Art und
  • mit dem geringsten Aufwand

zu vernichten oder kampfunfähig zu machen. Erst dadurch wird die Feuerüberlegenheit am Gefechtsfeld errungen. Dies erfordert im Regelfall das Zusammenwirken mehrerer Feuereinheiten.

Für den Feuerkampf der Bordwaffen ist die Feuereinheit der Panzergrenadierzug.

Der geschlossene Einsatz der Feuereinheit ist für das Erkämpfen der Feuerüberlegenheit notwendig.

MERKE: Die Feuereinheit ist nicht teilbar, ausgenommen zur Erfüllung von Aufklärungs- und Sicherungsaufgaben. Im Feuerkampf

  • tritt der Panzergrenadierzug, auf Befehl, geschlossen in das Gefecht,
  • stellt er die kleinste Organisationsform, innerhalb der das Feuer geleitet wird, dar.

Im Gefecht führt der Panzergrenadierzug Bewegungen unter Ausnützung des Feuers anderer Kräfte durch. Dies erfolgt in der Regel geschlossen, um anschließend wieder den organisierten Feuerkampf aufzunehmen. „Feuer und Bewegung" innerhalb des Panzergrenadierzuges ist die Ausnahme.

Der in kürzester Zeit die Entscheidung suchende Feuerkampf bringt den Erfolg im Gefecht.

Dabei gilt der Grundsatz: „Wirkung geht vor Deckung".

Die eindeutige Identifizierung des Zieles ist Voraussetzung für die Aufnahme des Feuerkampfes bei Nacht und schlechter Sicht.

Bei Verwendung des Wärmebildgerätes ist zu beachten:

  • zur Gefechtsfeldbeobachtung ist das „große Blickfeld", für die
  • Identifizierung und zur Führung des Feuerkampfes das „kleine Blickfeld" zu wählen,

Zur Koordinierung des Feuerkampfes befiehlt der Zugskommandant

  • die Hauptschussrichtung(en) und
  • den/die Feuerbereich(e).

Da der Feuerkampf meistens nicht aus festgelegten Stellungen, sondern aus der Bewegung geführt wird, ist hierbei zumindest die Hauptschussrichtung festzulegen. Im Regelfall ist diese, zB. im Angriff, die allgemeine Angriffsrichtung oder in der Verzögerung die allgemeine

Feindrichtung. Ausgenommen davon sind Kräfte, welche einen anderen Auftrag zu erfüllen haben, zB. Flankensicherung.

Für die Koordinierung des Feuerkampfes kann

  • eine Feuereröffnungslinie,
  • eine Grenze und erforderlichenfalls
  • eine Feuerverbotslinie

befohlen werden.

Eine Feuereröffnungslinie ist eine Führungslinie zur selbständigen Feuereröffnung mit den, der erforderlichen Wirkung entsprechenden Flachfeuerwaffen, wenn diese Linie im zugewiesenen Feuerbereich durch bestimmten Feind überschritten wird. Bei Überschreiten der Feuereröffnungslinie durch den Feind, wird das Feuer selbstständig eröffnet

Die Feuereröffnungslinie soll eine leicht erkennbare und querverlaufende Geländelinie sein, die möglichst auch ein Hindernis darstellt. Sie muss sich innerhalb der Einsatzschussweite befinden und darf nicht am hinteren Rand des einzusehenden Geländes liegen.

Eine Feuerverbotslinie ist eine Verbotslinie zur Abgrenzung eines Raumes, in welchen kein eigenes Feuer abgegeben werden darf, weil dieser Raum von eigenen Kräften genützt wird oder werden soll. Sie kann

  • für eine bestimmte Zeit oder
  • für die Dauer der Durchführung eines bestimmten Auftrages

festgelegt werden.

Der Feuerbereich ist ein Geländeteil, der für den Feuerkampf mit Flachfeuerwaffen durch Grenzen festgelegt wird. In diesem ist die Verantwortlichkeit für die Zielbekämpfung und die Gefechtsfeldbeleuchtung gegeben.

Alle Kampffahrzeuge müssen Ziele im gesamten Feuerbereich bekämpfen können. Dies hat unabhängig vom befohlenen Beobachtungsbereich zu erfolgen. Kann die Besatzung dies nicht, so hat es der Panzerkommandant zu melden.

Um eine ausreichend dichte Beobachtung sicherzustellen, wird der Feuerbereich in sich etwas überschneidende Beobachtungsbereiche eingeteilt.

 

Copyright: TomNedry, CC BY

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