Geländeausnutzung

 

1. ALLGEMEINES

Durch richtige Geländeausnützung soll der Schützenpanzer

  • der Beobachtung und der Waffenwirkung des Feindes weitgehend entzogen werden und
  • gleichzeitig aber die eigenen Waffen überraschend zur Wirkung bringen können.

Der Panzerkommandant beurteilt daher stets alle Möglichkeiten zur bestmöglichen Geländeausnützung. Dafür nützt er die Bodenformen und Bodenbedeckungen zur Deckung und Tarnung aus.

Übersichtliches, weitgehend ebenes Gelände bietet keinen Schutz gegen feindliche Waffenwirkung wie auch gegen Luft- und Erdsicht. Solche Geländeteile sind daher rasch zu überwinden. Die fehlende Deckung muss durch rasches Fahren und erforderlichenfalls durch Waffenwirkung ausgeglichen werden. Das Fahren kurzer Kurven, plötzliche Verzögerung oder Beschleunigung erschweren es dem Feind, den eigenen Schützenpanzer zu bekämpfen. Übersichtliches, welliges Gelände bietet teilweise Sichtdeckung gegen Erdsicht, jedoch nicht gegen Luftsicht.

Unübersichtliches oder welliges Gelände bietet meist Sichtdeckung gegen Erdsicht. Es erleichtert die Annäherung und die Überraschung. Außerdem bietet es oft günstige Stellungsmöglichkeiten. In hügeligem Gelände ziehen Höhen die feindliche Beobachtung und Waffenwirkung an.

Werden Höhen für den Kampf nicht genützt, sind sie zu umfahren. Höhen, die nicht umfahren werden können, sind nach einem Beobachtungshalt so rasch wie möglich zu überwinden. Da sich der Schützenpanzer dabei deutlich vom Hintergrund abhebt und dadurch ein gutes Ziel bietet, müssen alle Kampffahrzeuge die Höhenlinie im Rahmen des Panzergrenadierzuges oder der Kompanie gleichzeitig überschreiten um dem Feind das Anrichten zu erschweren.

Mulden, Gräben und Hohlwege bieten oft gute Deckung und eignen sich für Bewegungen zur Überraschung oder Täuschung des Feindes, zum Stellungswechsel oder zur Versorgung. Werden sie zur Annäherungausgenützt, muss damit gerechnet werden, dass sie meist gesperrt sind. Außerdem liegen sie oft unter besonderer Beobachtung und feindlicher Waffenwirkung.

Ortschaften und Wälder erschweren einerseits die Bewegungen des Schützenpanzers und begünstigen andererseits die Panzerabwehr. Die Unübersichtlichkeit dieser Geländeteile erschwert die Führung und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit. Sie sind daher rasch zu durchfahren.

Lassen es die Lage oder der Auftrag zu, sind sie zu umfahren. Ortschaften bieten Schutz gegen Erd- und Luftsicht sowie Deckung gegen Flachfeuer und Splitter.

Wälder schützen bedingt gegen Erdsicht und meist auch gegen Luftsicht. Sie erlauben auf Wegen verdeckte Bewegungen.

Beim Heraustreten aus Ortschaften und Waldrändern sowie aus Rauchwolken oder Nebelwänden hebt sich der Schützenpanzer deutlich vom Hintergrund ab und bietet dadurch ein gutes Ziel. Deswegen soll der Schützenpanzer sich mit höchstmöglicher Geschwindigkeit von einem solchen Hintergrund entfernen bzw. in die nächste Deckung fahren.

Das Heraustreten mehrerer Kampffahrzeuge aus Wäldern oder Ortschaften soll möglichst gleichzeitig erfolgen. Dadurch wird dem Feind das Anrichten des einzelnen Kampffahrzeuges erschwert.

Bei eingeschränkter Sicht wählt der Panzerkommandant die Abstände und Zwischenräume so, dass die Sichtverbindung zu den Nachbarn gewährleistet bleibt.

Der Schützenpanzer fährt grundsätzlich ohne Licht. Bei starker Sichtbehinderung beobachtet der Panzerfahrer mit dem Restlichtverstärkergerät. Der Panzerkommandant unterstützt ihn, indem er aus der Luke mit der Nachtsichtbrille oder mit Hilfe des Wärmebildgerätes beobachtet.

Flussläufe können in ihrer Längsrichtung zu Bewegungen ausgenützt werden, wenn die Beschaffenheit des Grundes und die Wassertiefe es zulassen.

Büsche und Hecken schützen vor Beobachtung, jedoch nicht gegen Aufklärung mit Wärmebildgeräten.

Mauern, Erdwälle, Geländestufen und Gräben können vom Schützenpanzer überwunden werden. Die hiefür erforderlichen technischen Leistungsmerkmale des Schützenpanzers sind aus den technischen Angaben ersichtlich.

Diese Hindernisse sind rechtwinkelig anzufahren, um ein Umkippen des Schützenpanzers oder ein Werfen der Ketten zu verhindern.

Steigungen sind ohne Lenkbewegungen und ohne zu schalten in der Falllinie zu befahren. Dies ist besonders bei schlecht griffigem Boden von Bedeutung.

Hänge sind bis zu einer Seitenneigung von etwa 40 Prozent schräg befahrbar. Hangschrägfahrten sind weitgehend zu vermeiden, Lenkbewegungen sind hierbei möglichst zu unterlassen.

Sumpf, Morast und Schlamm sind zügig zu durchfahren. Hierbei ist das Schalten und das Lenken zu vermeiden. Bei versumpften oder verschlammten Stellen ist möglichst nicht „Spur zu fahren", da jeder Schützenpanzer die Spur vertieft. Ein Festfahren ist die Folge.

Hat der Schützenpanzer ein Gewässer zu überqueren, müssen vorher Übergangsmöglichkeiten, zB eine Brücke oder eine Furt, erkundet werden.

2. FAHRWEISE

Eine bestimmte Fahrweise wird angewendet, wenn mehrere Schützenpanzer , meist im Zugsrahmen, gemeinsam fahren. Die Fahrweise kann

  • geschlossen,
  • überschlagend oder
  • raupenartig

sein.

Sie wird im Rahmen des Panzergrenadierzuges vom Zugskommandanten befohlen. Hierbei ist der Platz des Schützenpanzers in der jeweiligen Gefechtsform festgelegt.

Haben nur 2 Schützenpanzer einen gemeinsamen Auftrag durchzuführen (zB als Spitze), befiehlt der eingeteilte Kommandant die jeweilige Fahrweise.

Die geschlossene Fahrweise wird in allen Einsatzarten angestrebt.

Dies trifft besonders zu

  • um Nebel und sichtdeckendes Gelände auszunützen,
  • um Feuerschutz oder Feuerunterstützung auszunützen,
  • um beim Einbruch die größtmögliche Stoßkraft zu erzielen,
  • zum schnellen Überwinden von Höhen oder kurzen, übersichtlichen Geländeteilen sowie
  • zum raschen Durchfahren von Steilfeuer.

Bei der Aufklärung und der Sicherung wird im vermutlich feindfreien Gelände ebenfalls geschlossen gefahren. Ansonsten ist überschlagend zu fahren.

Überschlagend wird beim Vor- oder Zurückgehen

  • im vermutlich feindgefährdeten Gelände,
  • im übersichtlichen Gelände,
  • bei vermutlich unterlegenem Feind und
  • zum Lösen vom Feind

gefahren.

Im Rahmen einer Spitze oder eines Spähtrupps (2 Schützenpanzer), fährt der Schützenpanzer überschlagend im Wechsel mit dem zweiten Schützenpanzer von Deckung zu Deckung. Er fährt dabei nicht über die halbe Einsatzschussweite der Maschinenkanone des sichernden Schützenpanzers vor, sodass dieser noch wirksamen Feuerschutz geben kann. Gibt er selbst Feuerschutz, wählt er hiezu eine teilgedeckte oder verdeckte Stellung. Dabei werden die Bordwaffen auf Geländepunkte gerichtet, von denen der Feind auf den vorausfahrenden Schützenpanzer wirken könnte.

Es ist zu beachten, dass das vorfahrende Kampffahrzeug nicht über die halbe Einsatzschussweite hinausfährt. Erkennt der feuerschutzgebende Panzerkommandant, dass das vorfahrende Kampffahrzeug sich seiner halben Einsatzschussweite nähert, meldet er über Funk, zB: „14 von 13 – Schutz aus, Ende!".

Im Rahmen des Panzergrenadierzuges fährt der Schützenpanzer auf Befehl des Zugskommandanten gemeinsam mit dem in seiner Zugshälfte fahrenden Schützenpanzer in die befohlene Richtung oder gibt mit diesem der anderen Zugshälfte Feuerschutz.

Beispiel für einen Befehl des Zugskommandanten: „Alle von 1 – Befehl, Richtungspunkt Gehöft, überschlagend vorgehen rechts, Ende!".

Die rechte Zugshälfte fährt aus der jeweiligen Gefechtsform unter dem Feuerschutz der linken Zugshälfte in eine deckende Geländelinie. Diese muss sich innerhalb der halben Einsatzschussweite der Bordwaffen der Feuerschutz gebenden Teile befinden. Dort bezieht sie Stellung und überwacht ihrerseits nunmehr die Bewegungen der linken Zugshälfte.

Raupenartig wird beim Vor- oder Zurückgehen

  • im vermutlich feindbesetzten Gelände,
  • im unübersichtlichen Gelände,
  • bei unterschiedlicher Bewaffnung der Spitze und
  • bei Nacht oder bei schlechter Sicht

gefahren.

Im Rahmen einer aus Kampfpanzern und Schützenpanzern bestehenden Spitze oder bei einem gemischten Spähtrupp wird grundsätzlich raupenartig gefahren. Hierbei fährt der Schützenpanzer voraus.

Besteht die Spitze oder ein Spähtrupp aus zwei Schützenpanzern , so fährt der eine Schützenpanzer raupenartig im Wechsel mit dem anderen Schützenpanzer :

  • unter dessen Feuerschutz bis zur nächsten Deckung voraus, bezieht dort Stellung und übernimmt den Feuerschutz für das Nachziehen des anderen Schützenpanzer auf die gleiche Höhe; anschließend
  • fährt er wieder unter dem Feuerschutz des anderen Schützenpanzers zur nächsten Deckung vor und übernimmt abermals den Feuerschutz für dessen Nachziehen.

Die Sprünge des vorausfahrenden Kampffahrzeuges dürfen die halbe Einsatzschussweite der Bordwaffe des sichernden Schützenpanzers nicht überschreiten.

MERKE: Die geschlossene Fahrweise ist in allen Einsatzarten anzustreben!

3. STELLUNGEN

Die richtige Wahl der Stellung ist ein wesentlicher Teil der Geländeausnützung. Sie ist für den Kampferfolg und die Erhaltung der Kampfkraft entscheidend.

Stellungen werden unterschieden nach

  • dem Auftrag,
  • dem Schutz und
  • der Lage im Gelände.

Stellungen nach dem Auftrag

Man unterscheidet

  • Kampfstellungen und
  • Bereitschaftsstellungen.

Kampfstellungen sind vorbereitete Stellungen, aus denen unmittelbar der Feuerkampf geführt wird.

Die Kampfstellungen des Schützenpanzers sind:

  • die Hauptstellung,
  • die Ergänzungsstellung und
  • die Wechselstellung.

Eine Kampfstellung soll folgende Forderungen erfüllen:

  • Wirkungsmöglichkeit in den gesamten, befohlenen Feuerbereich, jedoch nicht über die Einsatzschussweite der Maschinenkanone hinaus,
  • Deckung vor allem gegen Flachfeuer,
  • Tarnungsmöglichkeit gegen Erd- und Luftsicht,
  • Möglichkeit für ein gedecktes oder verdecktes Beziehen und einen gedeckten oder verdeckten Stellungswechsel,
  • eine erschwerte Annäherung von der Feindseite (Anlehnung an ein Hindernis).

Ist der Schützenpanzer in einem Stellungsraum oder in einer Riegelstellung eingesetzt, befiehlt in der Regel der Zugskommandant die Haupt- bzw. Ergänzungsstellung.

In den Kampfstellungen soll der Schützenpanzer möglichst waagrecht stehen, um eine Verkantung der Bordwaffen zu vermeiden.

Die Hauptstellung ist jene Stellung, aus welcher der Schützenpanzer den Feuerkampf in der Hauptschussrichtung des Panzergrenadierzuges bzw. im befohlenen Feuerbereich führt.

Eine Ergänzungsstellung ist erforderlich, wenn die Durchführung des Auftrages aus der Hauptstellung nicht möglich ist, zB zur Abwehr eines nicht in der Hauptschussrichtung des Panzergrenadierzuges angreifenden Feindes.

Für die Hauptstellung und die Ergänzungsstellung wird vom Zugskommandanten jeweils mindestens eine Wechselstellung zugewiesen. Diese ist zu erkunden und vorzubereiten.

Aus der Wechselstellung muss derselbe Kampfauftrag wie aus der Haupt- bzw. der Ergänzungsstellung erfüllt werden können.

Der Stellungswechsel muss vom Feind unbeobachtet, also gedeckt oder verdeckt durchgeführt werden können.

Ist dies geländebedingt nicht möglich, kann der Stellungswechsel im Schutz der Selbsteinnebelung durchgeführt werden. Die Selbsteinnebelung darf aber die anderen Schützenpanzer in der Sicht nicht behindern. Soll der Schützenpanzer einen Stellungswechsel durchführen, gibt der Panzerkommandant den Befehl „Stellungswechsel!" und befiehlt erforderlichenfalls die weitere Durchführung. Der Schützenpanzer fährt beim Stellungswechsel zügig, mit in Feindrichtung geschwenkter Maschinenkanone und unter Ausnützung des Zwischengeländes.

Im Stellungsraum (erforderlichenfalls auch in einer Riegelstellung oder Verzögerungsstellung) wird dem Schützenpanzer durch den Zugskommandanten eine Bereitschaftsstellung zugewiesen, wenn die Kampfstellung nur wenig Deckungs- und Tarnungsmöglichkeiten bietet (s. Abb. 19). Das Beziehen erfolgt auf Befehl des Zugskommandanten.

Die Bereitschaftsstellung muss Schutz gegen Erdsicht, Flachfeuer, beobachtetes Steilfeuer, Luftsicht und auch gegen elektronische Aufklärung bieten. Dies ist vor allem in bedecktem Gelände sowie in Ortschaften möglich.

Aus der Bereitschaftsstellung muss die jeweilige Kampfstellung gedeckt oder verdeckt rasch bezogen werden können. Dabei sind Staub- und Rauchentwicklung weitgehend zu vermeiden, da die eigene

Bewegung sonst frühzeitig vom Feind erkannt wird. Der Weg dorthin ist zu erkunden. Anschließend ist die Panzerbesatzung einzuweisen.

Die Gefechtsfeldbeobachtung und die Nahsicherung müssen stets gewährleistet sein.

Die Bereitschaftsstellung wird auch zur Durchführung von Versorgungstätigkeiten genützt.

Zum Beziehen von Stellungen soll die Fahrtstrecke folgende Möglichkeiten bieten:

  • möglichst geradlinige Wegführung (Lenkbewegungen vermehren Spuren),
  • Anlehnung an Geländelinien (Wege, Baumzeilen, Schneisen) zur Herabminderung der Erkennbarkeit der Spuren,
  • Deckung, zumindest aber Sichtdeckung, zum unerkannten Stellungswechsel,
  • Erkennbarkeit der Wegführung bei Nacht (Markierung).

Stellungen nach dem Schutz

Stellungen nach dem Schutz sind

  • die teilgedeckte Stellung,
  • die verdeckte Stellung,
  • die gedeckte Stellung und
  • die offene Stellung.

Die teilgedeckte Stellung schützt vor allem die Wanne vor feindlicher Waffenwirkung. Sie ist die günstigste Kampfstellung und daher immer anzustreben.

Für teilgedeckte Stellungen bieten sich

  • Bodenerhebungen wie Böschungen, Dämme, Höhenrücken,
  • Bodenvertiefungen wie Mulden, Gräben und
  • Bodenbedeckungen wie niedere Bauten und Mauern

an.

Der Schützenpanzerturm soll nicht höher als notwendig über die Deckung hinausragen. Der Panzerkommandant hat daher beim Beziehen der teilgedeckten Stellung den Panzerfahrer einzuweisen.

Die verdeckte Stellung entzieht den Schützenpanzer der Feindsicht (günstige Tarnmöglichkeit). Dies gilt jedoch nicht für eine Beobachtung mit Wärmebildgeräten. Sie schützt ihn auch kaum vor feindlicher Waffenwirkung.

Für verdeckte Stellungen eignen sich viele Arten von Bodenbedeckungen wie Hecken, Gebüschreihen, Waldränder, usw. Die Bodenbedeckung darf jedoch die Gefechtsfeldbeobachtung, das Schussfeld und den für den Feuerkampf erforderlichen Schwenkbereich des Schützenpanzerturmes nicht einengen.

Die gedeckte Stellung bietet Schutz vor der Wirkung von Flachfeuerwaffen zumindest in der erwarteten Richtung. Da aus ihr der Feuerkampf mit dem Schützenpanzer nicht geführt werden kann, eignet sich diese Stellung nur als Bereitschaftsstellung oder in Verfügungs- bzw. Unterziehräumen.

Sie kann auch als Beobachtungsstellung verwendet werden. Hierzu fährt der Schützenpanzer nur soweit aus der Deckung, wie es für die ungehinderte Beobachtung durch die Zieleinrichtungen erforderlich ist.

Die offene Stellung bietet weder Schutz vor feindlicher Sicht noch vor Waffenwirkung. Aus ihr wird der Feuerkampf nur ausnahmsweise geführt, wenn keine Deckung vorhanden ist oder der Feind wegen seiner Gefährlichkeit zur sofortigen Feuereröffnung aus einem Schießhalt zwingt.

Besser und daher anzustreben ist es, den Feuerkampf aus der Fahrt zu führen.

Stellungen nach der Lage im Gelände

Stellungen werden je nach ihrer Lage im Gelände benannt. Sie können

  • eine Vorderhangstellung, wenn sie am feindseitigen Hang liegt,
  • eine Hinterhangstellung, wenn sie auf der dem Feind abgewandten Seite des Hanges liegt,
  • eine Kammstellung, wenn sie im Wesentlichen auf dem Kamm eines Höhenrückens liegt oder
  • eine Randstellung, wenn sie entlang eines Orts- oder Waldrandes liegt

sein.

Vorderhang-, Kamm- und Randstellungen bieten gute Beobachtungsmöglichkeiten und ein gutes Schussfeld. Solche Stellungen sind aber der feindlichen Beobachtung und vor allem der Wirkung von Flachfeuerwaffen ausgesetzt, welche möglicherweise weiterreichen als es die eigenen Bordwaffen vermögen. Das Gleiche gilt für Stellungen in einem ebenen Gelände.

Kamm- und Randstellungen bieten den Vorteil, dass Tätigkeiten hinter den Stellungen von Erdfeind nicht eingesehen werden können. Außerdem erleichtern sie allenfalls einen notwendigen Stellungswechsel sowie das Abbrechen des Gefechts.

Hinterhangstellungen sind so lange der feindlichen Erdbeobachtung und der Wirkung von Flachfeuerwaffen entzogen, bis der Feind den Höhenrücken überschreitet. Sie ermöglichen den Feuerkampf auf eine günstige Kampfentfernung. Bei einer Hinterhangstellung muss die Gefechtsfeldbeobachtung in das Gelände vor dem Höhenrücken sichergestellt sein.

Wald- und Ortsränder sowie andere auffallende Geländeteile ziehen das Feuer auf sich. Randstellungen sind daher so weit in die Tiefe zu verlegen, dass aus ihnen der Auftrag zwar erfüllt werden kann, aber die Wirkung feindlicher Flachfeuerwaffen herabgesetzt wird.

 

Copyright: TomNedry, CC BY

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