Operationsbefehl UebMan211915Bmay26

 Gefueb 210526

 

1. ALLGEMEINE LAGE

Der Staat Chongo befindet sich seit mehreren Jahren in einem andauernden Bürgerkrieg. Unterschiedliche Milizen, Warlords und ehemalige Regierungstruppen kämpfen um die Kontrolle über wichtige Verkehrswege, Städte und Ressourcen. Die Sicherheitslage im gesamten Operationsgebiet ist instabil. Besonders im Raum Chongo kommt es regelmäßig zu Gefechten zwischen rivalisierenden Kräften.
Die zivile Bevölkerung leidet unter massiven Versorgungsengpässen. Nahrung, medizinische Versorgung und Treibstoff sind knapp. Internationale Hilfsorganisationen konnten aufgrund der unsicheren Lage bislang nur eingeschränkt operieren.
Die Vereinten Nationen sowie internationale Partnerstaaten haben beschlossen, humanitäre Hilfslieferungen in die Region zu entsenden. Voraussetzung hierfür ist die Sicherung eines logistischen Korridors sowie eines geeigneten Umschlagpunktes für Lufttransporte.
Die Bundeswehr beteiligt sich im Rahmen eines multinationalen Einsatzverbandes an der Stabilisierung der Region. Kräfte der Panzergrenadierbrigade 37 wurden in den Norden des Einsatzgebietes verlegt, um den Vormarsch auf die Stadt Chongo durchzuführen.
Feindliche Kräfte kontrollieren derzeit den Flugplatz westlich der Stadt sowie mehrere Zugangsstraßen. Es wird mit leicht mechanisierten Kräften, technischen Fahrzeugen sowie Infanterie in urbanem Gelände gerechnet. Vereinzelte Checkpoints, Straßensperren und improvisierte Sprengfallen sind wahrscheinlich.
Eigener Auftrag ist es, aus Norden auf Chongo vorzurücken, feindliche Kräfte entlang der Versorgungsroute zu zerschlagen und den Flugplatz der Stadt einzunehmen. Nach erfolgreicher Sicherung soll der Flugplatz als logistischer Knotenpunkt für humanitäre Hilfsgüter, Verwundetentransporte und weitere militärische Versorgung genutzt werden.
Die lokale Bevölkerung gilt grundsätzlich als neutral, verhält sich jedoch gegenüber bewaffneten Kräften zurückhaltend. Mit vereinzelten Sympathisanten feindlicher Milizen innerhalb urbaner Gebiete ist zu rechnen.

FEINDLAGE

Im Operationsraum Chongo operieren mehrere bewaffnete Milizenverbände unterschiedlicher Stärke und Organisation. Der Feind verfügt überwiegend über leichte Infanteriekräfte, die flexibel und dezentral eingesetzt werden. Die Kämpfer sind mit Handwaffen, Maschinengewehren, Panzerabwehrhandwaffen sowie vereinzelten schweren Unterstützungswaffen ausgerüstet.
Zur Mobilität nutzt der Feind hauptsächlich zivile oder improvisierte Fahrzeuge, welche für den Kampfeinsatz modifiziert wurden („Technicals“). Diese Fahrzeuge sind häufig mit schweren Maschinengewehren oder rückstoßfreien Waffen bewaffnet und werden insbesondere für schnelle Angriffe sowie Hinterhalte eingesetzt.
Im Raum Chongo wurden vereinzelt veraltete Kampfpanzer sowjetischer Bauart aufgeklärt. Aufgrund des schlechten Wartungszustandes ist deren Einsatzfähigkeit eingeschränkt, dennoch stellen sie insbesondere in urbanem Gelände eine ernstzunehmende Bedrohung dar.
Zusätzlich werden die Milizen durch die private Söldnerorganisation ION unterstützt. Kräfte von ION verfügen über moderne Waffen, Kommunikationsmittel sowie verbesserte persönliche Schutzausstattung. Weiterhin ist davon auszugehen, dass ION-Kräfte taktisch ausgebildet sind und koordinierter operieren als reguläre Milizelemente.
ION übernimmt vermutlich die Führung wichtiger Verteidigungsabschnitte, die Ausbildung lokaler Kräfte sowie Spezialaufträge wie Aufklärung, gezielte Gegenangriffe und den Schutz strategischer Einrichtungen. Besonders im Bereich des Flugplatzes Chongo ist mit verstärkter Präsenz von ION-Kräften zu rechnen.
Der Feind nutzt bevorzugt urbane Räume, Straßensperren und vorbereitete Hinterhalte, um eigene Unterlegenheit gegenüber mechanisierten Kräften auszugleichen.


EIGENE LAGE

Aufgrund mehrerer zeitgleicher internationaler Konflikte und Bündnisverpflichtungen stehen der Bundeswehr nur begrenzte Kräfte für den Einsatz im Raum Chongo zur Verfügung. Der deutsche Einsatzanteil konzentriert sich daher auf kleinere, klar definierte Operationen zur Stabilisierung der Region sowie zur Unterstützung humanitärer Maßnahmen.
Kräfte der Panzergrenadierbrigade 37 wurden als schneller Eingreifverband in das Operationsgebiet verlegt. Der Transport in den Einsatzraum erfolgte mittels LCAC über den Seeweg. Nach Anlandung setzen die Kräfte am Vorderen Rand der Verteidigung (VRV) an und bereiten von dort den weiteren Vormarsch auf Chongo vor.
Der eigene Abschnitt im Bereich des VRV blieb bislang weitgehend ruhig. Feindkontakte wurden bisher nur vereinzelt gemeldet. Zur Sicherung der eigenen Kräfte wurden entlang der Hauptannäherungsachsen Feldposten mit Panzerabwehrmitteln eingerichtet. Diese überwachen das Vorgehen der Kampftruppe und sichern insbesondere gegen überraschende Vorstöße feindlicher Fahrzeuge.
Der Scharfschützentrupp Golf 1 hat bereits verdeckte Stellungen im Vorfeld bezogen und führt seit Missionsbeginn Aufklärungsoperationen im Raum Chongo durch. Erste Feindbewegungen sowie vermutete Stellungen wurden bereits aufgeklärt und auf den Einsatzkarten markiert.
Golf 1 unterstützt den Auftrag ausschließlich durch Aufklärung und Zielbeobachtung. Ein direkter Kampfeinsatz erfolgt nur im äußersten Notfall oder zur Eigensicherung.


ZIVILE LAGE

Die zivile Lage im Raum Chongo ist angespannt. Durch die andauernden Bürgerkriege wurden große Teile der Infrastruktur zerstört oder schwer beschädigt. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Medikamenten und Treibstoff ist nur eingeschränkt möglich. Besonders in den urbanen Gebieten rund um Chongo halten sich weiterhin größere Gruppen von Zivilisten auf.
Teile der Bevölkerung sind bereits aus den umkämpften Regionen geflohen. Entlang wichtiger Verkehrsachsen sowie in Randgebieten der Stadt wurden kleinere Flüchtlingslager und improvisierte Unterkünfte festgestellt. Mit spontanen Bewegungen von Zivilisten innerhalb des Einsatzraumes ist jederzeit zu rechnen.
Die Haltung der Bevölkerung gegenüber ausländischen Streitkräften ist uneinheitlich. Während Teile der Zivilbevölkerung auf humanitäre Hilfe hoffen, stehen andere Gruppierungen internationalen Truppen misstrauisch gegenüber oder sympathisieren mit lokalen Milizen.
Der Feind nutzt zivile Infrastruktur teilweise für militärische Zwecke. Es ist davon auszugehen, dass sich bewaffnete Kräfte in Wohngebieten, Industrieanlagen sowie öffentlichen Einrichtungen aufhalten. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für Kollateralschäden und die Gefährdung unbeteiligter Zivilisten.
Der Schutz der Zivilbevölkerung besitzt hohe Priorität. Der Einsatz von Waffenwirkung ist unter Beachtung der geltenden Einsatzregeln sowie unter Vermeidung unnötiger ziviler Schäden durchzuführen. Humanitäre Einrichtungen, Flüchtlingslager und medizinische Versorgungspunkte sind besonders zu berücksichtigen.

 

2. AUFTRAG

Während die Brigade sich auf den Angriff vorbereitet führen eigene Mars ein Zerschlagen des Flughafens von Chongo durch, um feindliche Luftunterstützung zu schwächen.
Die Brigade überschreitet die eigenen Feldposten im Norden und tritt in den zugewiesenen Gefechtsstreifen ein. Ziel ist es, die festgelegten Zwischenziele (ZZ1 bis ZZ4) zu erreichen und anschließend das Angriffsziel (AZ), Chongo zu sichern.

3. DURCHFÜHRUNG

Der Panzergrenadierzug fließt in seinen Gefechtsstreifen ein. Golf 1 Schlägt dazu die markierte Route vor.
Im Anschluss geht er auf den Angriff des ZZ1 und ZZ2 über. Dort wurde motorisierte Panzerabwehr aufgeklärt.
Ist ZZ1 und ZZ2 gesichert, kann der Fluss Okavango überschritten werden. Aufgrund einer Dürre, führt dieser kaum Wasser und kann an Furt A, Furt B und Furt C überschritten werden.

Im Zwischengelände zwischen ZZ2 und ZZ3 wurde eine Stellung aufgeklärt, die es zu nehmen gilt.

Im ZZ4 werden Checkpoints vermutet, welche die Kreuzung abriegelt.
Im AZ teilt sich der Zug, wie markiert, auf. A-1 + A-2 Sichern das Flugfeld sowie alles westlich der Hauptstraße. A-3 + A-4 sichern alles Östlich der Hauptstraße.

4. EINSATZUNTERSTÜTZUNG

Die roten Bereiche, markiert mit UXO sollten nur im Notfall betreten werden. Hier wird nicht zerstörte Munition vermutet, die bei Betreten des Bereichs umsetzen könnte.

5. FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG

Frequenzbelegung:

Zugkreis Fahrzeuge und OpZ: 40.0 MHz
Zugkreis Infanterie: 45.0 MHz
A1/B1: 76.5 MHz
A2/B2: 70.8 MHz
A3/B3: 65.1 MHz
A4/B4: 60.3 MHz

Operationsbefehl UebMan261915Afeb26

 

 

1. ALLGEMEINE LAGE

Nach dem Bürgerkrieg in der Provinz Anisey sichern Bundeswehr Kräfte gemeinsam mit britischen Einheiten den Flugplatz "Landay Airfield" als Entry Point für nachrückende NATO Kräfte im Rahmen einer Friedens sichernden Mission. Der Flugplatz wird im Schwerpunkt durch britische Kräfte gehalten und verteidigt.
Der Operationsraum ist ländlich geprägt (offene Flächen, vereinzelte Dörfer, kleinere Ortschaften, wenig Bewuchs). Gute Sichtverhältnisse. Tagoperation ab 0730L.Im Nahbereich des Flugplatzes werden bewaffnete Milizen vermutet.
Ausstattung: leichte Infanteriewaffen, vereinzelt gepanzerte Fahrzeuge.
Stärke und Aufenthalt: unklar.
Auftreten möglicherweise verdeckt innerhalb der Zivilbevölkerung.

Reguläre Streitkräfte der Provinz Anizay befinden sich westlich des Einsatzraumes und sind aktuell nicht unmittelbar zu erwarten.

Zivilbevölkerung teilweise bewaffnet (landestypisch). Nicht jede bewaffnete Person ist feindlich. Es gelten die Rules of Engagement.

Eigene Kräfte (Halbzug):

1x SPz Puma mit abgesessener Gruppe (6 Soldaten)

1x SPz Puma (fahrzeuggebunden, ohne Absitzer)

1x Scharfschützenteam (Aufklärung / Overwatch)

Unterstützung:Sanitätskräfte am Flugplatz (Bw)

Britische QRF am Flugplatz

Luftunterstützung grundsätzlich verfügbar, jedoch eingeschränkt

 

2. AUFTRAG

Der Halbzug verlegt ab 0730L gemeinsam mit eine britischer Soldatengruppe motorisiert vom Flugplatz in das nördlich gelegene Camp Charlie. Im Anschluss führt der Halbzug von Camp Charlie aus eine Geländeerkundung durch, gewinnt Übersicht über das umliegende Gelände und rückt anschließend in Richtung Nordost zur Ortschaft Herati (A Dorf) vor. Dort überprüft der Halbzug die Ortschaft, nimmt Kontakt zur Zivilbevölkerung auf und klärt mögliche Milizaktivitäten auf.Nach Abschluss verlegt der Halbzug zurück zum Flugplatz, stellt Einsatz- und Marschbereitschaft her und führt auf Befehl die Patrouille „Orange“ durch.

3. DURCHFÜHRUNG

Absicht

Sicherer Transport britischer Kräfte, Aufbau eines Lagebildes im nördlichen Einsatzraum, Präsenz zeigen, Eskalation vermeiden, jedoch bei bestätigter Feindhandlung entschlossen wirken.

Phase 1 – Verlegung Camp Charlie
Motorisierte Verlegung der britischen Kräfte unter Eigenschutz.
Schwerpunkt: Marschsicherung und Gefahrenaufklärung entlang der Route.

Phase 2 – Geländeerkundung nördlicher Raum
Bezug geeigneter Beobachtungspositionen.
Einsatz Scharfschützenteam zur Overwatch und Aufklärung.
Erstellung eines ersten Lagebildes.

Phase 3 – Vorgehen Herati (Raum Adorf)
Annäherung unter Sicherung.
Überprüfung der Ortschaft.
Kontaktaufnahme mit Zivilbevölkerung.
Aufklärung möglicher Milizpräsenz.

Phase 4 – Rückverlegung
Geordneter Rückmarsch zum Flugplatz.
Herstellung Einsatz- und Marschbereitschaft.
Bereithalten für Folgeauftrag „Patrouille Orange“.Verhalten bei Feindkontakt

Identifizieren Ansprechen sofern lagebedingt möglich

Wirkung nur bei eindeutiger Feindhandlung oder feindlicher Absicht

Lage melden. Bei Bedarf britische QRF anfordern

4. EINSATZUNTERSTÜTZUNG

MEDEVAC über San-Kräfte

FlugplatzQRF durch britische Kräfte

Luftnahunterstützung eingeschränkt verfügbar

Versorgung über Flugplatz

5. FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG

Frequenzbelegung:

Zugkreis Fahrzeuge und OpZ: 40.0 MHz
Zugkreis Infanterie: 45.0 MHz
A1/B1: 76.5 MHz
A2/B2: 70.8 MHz
A3/B3: 65.1 MHz
A4/B4: 60.3 MHz

Meldungen besonderer Vorkommnisse unverzüglich an Gefechtsstand Flugplatz.
Einsatz im zugewiesenen Abschnitt eigenverantwortlich.

Operationsbefehl UebMan151915Afeb26

 Gefueb 130820

 

1. ALLGEMEINE LAGE

Im Rahmen der multinationalen NATO-Übung TRIDENT RESOLVE 26 wird im Raum ROSCHE die kollektive Bündnisverteidigung gemäß Artikel 5 des NATO-Vertrages geübt. Grundlage des Szenarios ist eine fiktive sicherheitspolitische Eskalation zwischen NATO-Staaten und der Republik „Rotland“.
Rotland tritt im Übungsszenario als konventionell und hybrid agierender Aggressor auf und stellt territoriale Ansprüche im Operationsraum. Ziel Rotlands ist es, durch schnelle militärische Operationen und die Einnahme von Schlüsselgelände politische und militärische Fakten zu schaffen.
Im Rahmen der Übungsanlage wird Rotland durch Kräfte der US-Armee dargestellt. Dies erfolgt ausschließlich aus darstellungstechnischen und übungsorganisatorischen Gründen und lässt keine Rückschlüsse auf reale politische oder militärische Lagen zu.
Ziel der NATO ist die Demonstration von Verlegefähigkeit, Interoperabilität und Gefechtsbereitschaft im Rahmen der kollektiven Verteidigung.

a. FEINDLAGE

Der Angriff Rotlands auf der Achse PROBIEN – SCHWEMLITZ wurde durch eigene Kräfte zum Erliegen gebracht. Der Feind ist in die Verteidigung übergegangen.
Rotland verteidigt nun in einem zusammenhängenden Abschnitt von SCHWEMLITZ bis KAHLSTORF. Ziel ist das Halten des gewonnenen Geländes, die Stabilisierung der Front sowie das Abweisen eines erwarteten Gegenangriffs eigener Kräfte.
Die Verteidigung wird vermutlich in gestaffelter Tiefe geführt:
• Vorderste Linie im Raum SCHWEMLITZ
Der Feind gilt als:
• Hoch motiviert
• Gefechtserfahren
• Führungsstark auf unterer taktischer Ebene
• Modern ausgestattet im Bereich SPz und TPz
Ausstattung und Fähigkeiten:
• Moderne Schützenpanzer (SPz) mit hoher Feuerkraft und guter Nachtsichtfähigkeit
• Moderne Transportpanzer (TPz) mit hoher Beweglichkeit
• Kampfpanzer älterer Generation mit eingeschränkter Sensorik und Schutzwirkung, jedoch weiterhin wirksamer Hauptbewaffnung
• Verstärkte Panzerabwehrmittel in vorderster Linie
• Drohnen zur Aufklärung und Zielzuweisung
Bewertung der feindlichen Verteidigung:
Es ist davon auszugehen, dass Rotland:
• Ortschaften und Waldränder befestigt hat,
• Panzerabwehrkräfte in wahrscheinlichen Angriffsrichtungen konzentriert,
• alte KPz aus gedeckten Stellungen zur Raumverteidigung einsetzt,
• moderne SPz als bewegliche Reserve für Gegenstöße bereithält.
Engstellen, Waldpassagen sowie Ortsdurchfahrten im Abschnitt SCHWEMLITZ – KAHLSTORF sind mit vorbereiteten Feuerüberfällen zu rechnen.
Feindabsicht:
Rotland beabsichtigt, den Abschnitt SCHWEMLITZ – KAHLSTORF unter allen Umständen zu halten, unseren Gegenangriff abzunutzen und durch lokale Gegenstöße operative Initiative zurückzugewinnen.

Der Luftraum im Operationsgebiet ist als umkämpft zu bewerten.
Im Rahmen der Übungsanlage wird eine beidseitige, leistungsfähige Flugabwehr (FlaRak) angenommen. Aufgrund dieser simulierten Bedrohung meiden Starrflügler die unmittelbare Frontlinie. Luftnahunterstützung durch Kampfflugzeuge wird lediglich simuliert und steht im direkten Frontbereich nicht real zur Verfügung.
Tatsächlich eingesetzte Luftfahrzeuge beschränken sich auf:
• Leichte Mehrzweckhubschrauber
• Leichte Transporthubschrauber
• Aufklärungshubschrauber
Bewertung:
• Tiefflugoperationen sind möglich, jedoch mit erhöhtem Risiko durch angenommene FlaRak-Bedrohung.
• Feindliche Hubschrauber sind im rückwärtigen Raum wahrscheinlich und können für Aufklärung oder begrenzte Luftnahunterstützung eingesetzt werden.
Es ist davon auszugehen, dass beide Seiten versuchen werden, durch Hubschraubereinsatz Bewegungen zu verschleiern, schnelle Verlegungen durchzuführen und punktuell Gefechtsfeldaufklärung zu betreiben.
Eine durchgängige Luftherrschaft besteht für keine Seite.

B. EIGENE LAGE

Die Panzergrenadierbrigade 37 hat den feindlichen Angriff auf der Achse PROBIEN – SCHWEMLITZ erfolgreich abgewehrt und die Verteidigung stabilisiert.
Eigene Kräfte halten derzeit vorbereitete Stellungen nördlich SCHWEMLITZ. Die Front ist konsolidiert. Kräfte wurden neu gegliedert, Munition ergänzt und Verwundete evakuiert. Die Brigade ist wieder voll handlungsfähig.
Absicht der übergeordneten Führung ist es, durch einen koordinierten Gegenschlag die Initiative zurückzugewinnen, den Feind im Abschnitt SCHWEMLITZ – KAHLSTORF zu zerschlagen und verlorenes Gelände zurückzugewinnen.
Unterstellte / verfügbare Kräfte:
• Panzergrenadierbataillone mit SPz-Unterstützung
• Panzerbataillon als beweglicher Schwerpunkt
• Artilleriebataillon zur Feuerunterstützung
• Pionierkräfte zur Herstellung von Beweglichkeit (Sperren räumen, Übergänge schaffen)
• Aufklärungskräfte zur Feindaufklärung und Schwerpunktbildung
• Logistische Kräfte im rückwärtigen Raum
Eigene Lagebeurteilung:
• Moral und Gefechtsbereitschaft sind hoch nach erfolgreicher Abwehr.
• Munitions- und Kraftstoffvorräte sind ausreichend für offensive Operationen.

C. ZIVILE LAGE

Der Operationsraum ist überwiegend frei von Zivilisten, wodurch offensive Operationen von Nord nach Süd weitgehend ohne direkte zivile Einschränkungen durchgeführt werden können. Ortsdurchfahrten und Engstellen müssen jedoch weiterhin mit Vorsicht behandelt werden. Ziel ist es, Schäden an zivilen Strukturen zu vermeiden, um Infrastruktur für spätere Nutzung zu erhalten.

 

2. AUFTRAG

Die Brigade überschreitet die eigenen Feldposten im Norden und tritt in den zugewiesenen Gefechtsstreifen ein. Ziel ist es, die festgelegten Zwischenziele (ZZ1 bis ZZ5) zu erreichen und anschließend das Angriffsziel (AZ) zu sichern.

3. DURCHFÜHRUNG

Der Panzergrenadierzug fließt in seinen Gefechtsstreifen ein. Dabei nimmt er die „Sand Pit“ und zerschlägt dabei die vermuteten Aufklärungskräfte im Bereich.
Im Anschluss geht er auf den Angriff des ZZ1 über. Dort wird motorisierte Panzerabwehr vermutet.Der markierte Bereich im Zwischengelände ZZ1-ZZ2 wird von B-1 und B-2 gesichert. In diesem Bereich wurden Audiosignaturen von KPz aufgenommen.
Im weiteren Verlauf sind die markierten Bereiche von den jeweiligen Trupps zu nehmen.
Kahlstorf wird von den Kräften im östlichen Gefechtsstreifen gesichert, während wir uns auf den Angriff auf das AZ konzentrieren können.
Rot markierte Bereiche auf der Karte sind nicht existent.

4. EINSATZUNTERSTÜTZUNG

Jeder SPz Puma wurde mit einem Mells + 1 Spike beladen.

5. FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG

Frequenzbelegung:

Zugkreis Fahrzeuge und OpZ: 40.0 MHz
Zugkreis Infanterie: 45.0 MHz
A1/B1: 76.5 MHz
A2/B2: 70.8 MHz
A3/B3: 65.1 MHz
A4/B4: 60.3 MHz

Hinweis zur Gefechtsdarstellung:
Die visuelle Darstellung von Feuer, Explosionen und Gefechtseinwirkungen erfolgt ausschließlich über VR-Brillen.
Physische Munition wird nicht eingesetzt, alle Wirkungen sind simuliert.
Die Sicherheitsregeln der Übung bleiben jederzeit einzuhalten.
Eigene Kräfte behandeln dargestellte Bedrohungen nach Taktik, jedoch ohne realen Materialeinsatz.

Operationsbefehl UebMan221915Ajan26

 Gefueb 130820

 

1. ALLGEMEINE LAGE

Nach dem Scheitern mehrerer diplomatischer Vermittlungsversuche zwischen der Russischen Föderation und der Europäischen Union hat sich die Sicherheitslage in der Region Beketov deutlich verschärft. Als Reaktion auf anhaltende politische Spannungen und militärische Provokationen hat eine europäische multinationale Task Force begrenzte militärische Operationen im Raum Beketov aufgenommen.
Russische Streitkräfte haben den Raum Beketov in den vergangenen Wochen verstärkt und nutzen ihn als vorgeschobenen Verteidigungs- und Bereitstellungsraum. Im Zuge der aktuellen Eskalation hat der Feind einen koordinierten Angriff mit Kampfpanzer-, Schützenpanzer- und Infanteriekräften eingeleitet, um die Initiative zu behalten und ein weiteres Vordringen der Task Force aus südlicher Richtung zu verhindern.
Ziel der europäischen Kräfte ist es, den feindlichen Angriff abzuwehren, um anschließend die Voraussetzungen für einen eigenen Gegenangriff nach Norden zu schaffen. Durch das Zerschlagen der russischen Kräfte im Raum Beketov soll die operative Handlungsfreiheit der Task Force wiederhergestellt und der feindliche Verteidigungsraum nachhaltig geschwächt werden.
Die Zivilbevölkerung hat den Großteil des unmittelbaren Einsatzraumes verlassen oder wurde durch russische Behörden evakuiert. Vereinzeltes ziviles Auftreten kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Die Gesamtlage ist angespannt. Mit weiteren feindlichen Aktivitäten, insbesondere durch verstärkte mechanisierte Kräfte, Umgruppierungen sowie begrenzte Gegenstöße, ist jederzeit zu rechnen.

a. FEINDLAGE

Russische Streitkräfte operieren im Raum Beketov auf eigenem Territorium und verfügen über hohe Orts- und Geländekenntnis.
Die Moral des Feindes ist hoch; die Truppe ist gut geführt, kampferfahren und durch die Verteidigung auf eigenem Boden hochmotiviert.
Der Feind setzt mechanisierte Kräfte ein, bestehend aus Kampfpanzer-, Schützenpanzer- und infanteristischen Elementen. Diese Kräfte werden aus vorbereiteten Stellungen im nördlichen Raum von Beketov geführt und verfügen über bewegliche Reserven für Gegenstöße.
Die feindlichen Bodentruppen werden durch indirektes Feuer unterstützt.
Es liegen Hinweise auf den Einsatz einer Batterie Iskander-M im rückwärtigen Raum vor. Diese stellt eine erhebliche Bedrohung für Führungs-, Logistik- und Bereitstellungsräume dar.
Zusätzlich verfügt der Feind über Rohrartillerie, die zur Feuerunterstützung des Angriffs sowie zur Bekämpfung eigener Schwerpunkte eingesetzt wird. Mit schnell wechselnden Feuerstellungen und zeitnahem Feuerüberfall ist zu rechnen.
Der Feind ist bestrebt, durch massierten Einsatz von gepanzerten Kräften und Artilleriefeuer die eigene Initiative zu sichern und den Übergang eigener Kräfte in den Gegenangriff zu verhindern.
Gezielte Feuerüberfälle, Gegenstöße aus der Tiefe sowie der Einsatz von Reserven auf erkannte Schwachstellen sind wahrscheinlich.
Luftlage:
Der eigene Einsatzraum wird während der Verteidigung sowie des anschließenden Angriffs durch einen Halbzug Flugabwehr Ozelot gedeckt. Der Schwerpunkt der eigenen bodengebundenen Luftverteidigung liegt auf dem Schutz eigener Kräfte gegen feindliche Hubschrauber und tieffliegende Luftfahrzeuge. Ein umfassender Schutz gegen hochfliegende Luftziele ist nicht gegeben.
Der Feind verfügt weiterhin über luftgestützte Kräfte und setzt trotz eigener Verluste Jets sowie Kampf- und Transporthubschrauber ein. Mit Aufklärungsflügen, Close-Air-Support sowie schnellen Angriffen auf eigene Schwerpunkte und Führungsräume ist zu rechnen. Insbesondere während eigener Bewegungen und beim Übergang in den Angriff besteht erhöhte Bedrohung aus der Luft.
Links angrenzend operieren britische Kräfte der Royal Scots Dragoons. Diese setzen zur direkten Feuerunterstützung Angriffshubschrauber des Typs Wildcat ein.
Zur Sicherstellung der Lufthoheit im angrenzenden Raum stellen die britischen Kräfte zusätzlich eine Combat Air Patrol (CAP) mit Harrier GR.9. Eine unmittelbare Luftnahunterstützung durch diese Kräfte ist grundsätzlich möglich, jedoch lageabhängig und priorisiert nach Auftrag.
Insgesamt ist die Luftlage als umkämpft zu bewerten. Eigene Kräfte haben mit begrenzter bodengebundener Flugabwehr sowie verbündeter Luftunterstützung zu rechnen, während der Feind weiterhin in der Lage ist, punktuell Luftüberlegenheit zu erzielen.

B. EIGENE LAGE

Eigene Kräfte sind Teil einer europäischen multinationalen Task Force, die im Rahmen einer gemeinsamen Sicherheitsoperation in den Raum Beketov verlegt wurde. Ziel des Einsatzes ist es, den feindlichen Angriff zu stoppen und die operative Handlungsfreiheit im südlichen Abschnitt der Operationszone wiederherzustellen.
Unsere Kräfte befinden sich derzeit im Stadtgebiet Beketov und haben dort vorbereitete Stellungen bezogen. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf der Abwehr des laufenden feindlichen Angriffs, um die eigene Gefechtsbereitschaft zu erhalten und die Lage zu stabilisieren.
Nach erfolgreicher Verteidigung ist beabsichtigt, den Übergang in den eigenen Angriff durchzuführen. Dazu bereiten sich die eingesetzten Kräfte auf ein Vorgehen in nördliche Richtung entlang der Achse Beketov – Ksenino vor, mit dem Ziel, die feindlichen Stellungen im Raum Ksenino zu nehmen und den Gegner weiter nach Norden zurückzudrängen.
Rechts angrenzend ist das Panzerbataillon 306 eingesetzt und sichert den Nachbarraum. Die seitliche Verbindung ist hergestellt.
Links angrenzend operieren britische Kräfte der Royal Scots Dragoons. Ein unmittelbarer Funkkontakt besteht derzeit nicht; eine direkte Koordination ist nur eingeschränkt möglich.

C. ZIVILE LAGE

Der Großteil der Zivilbevölkerung hat das unmittelbare Kampfgebiet in und um Beketov bereits verlassen oder wurde durch lokale Behörden evakuiert.
Dennoch ist insbesondere im städtischen Bereich sowie in einzelnen Randlagen mit verbliebenen Zivilpersonen zu rechnen, die entweder nicht evakuiert werden konnten oder sich bewusst im Gebiet aufhalten.
Die zivile Infrastruktur in Beketov ist teilweise intakt, darunter Wohngebäude, Versorgungsanlagen und Verkehrswege. Schäden durch vorausgegangene Kampfhandlungen sind vorhanden, jedoch nicht flächendeckend.
Zivile Fahrzeuge und vereinzelter Restverkehr können nicht ausgeschlossen werden.
Der Umgang mit der Zivilbevölkerung hat unter Beachtung der Rules of Engagement zu erfolgen.
Zivile Verluste und Schäden an nicht militärischer Infrastruktur sind nach Möglichkeit zu vermeiden, da diese die eigene Operationsführung sowie die Akzeptanz des Einsatzes negativ beeinflussen können.
Mit einer weiteren Fluchtbewegung der Zivilbevölkerung im Zuge fortgesetzter Kampfhandlungen, insbesondere während des Übergangs in den Angriff, ist zu rechnen.

 

2. AUFTRAG

Eigene Kräfte verteidigen den Raum Beketov, weisen den feindlichen Angriff ab und verhindern ein weiteres Vordringen russischer Kräfte nach Süden.
Sobald der feindliche Angriff abgeflacht ist und eigene Kräfte wieder handlungsfähig sind, gehen eigene Kräfte in den Gegenangriff über.
Der Gegenangriff erfolgt aus dem Raum Beketov in nördliche Richtung entlang der Achse Beketov – Ksenino mit dem Ziel, die dort eingesetzten feindlichen Kräfte zu zerschlagen, Ksenino zu nehmen und die Initiative im Einsatzraum zu gewinnen.

3. DURCHFÜHRUNG

Der Panzergrenadierzug, verstärkt durch einen Kampfpanzer Leopard 2A6, bezieht die vorbereiteten Stellungen 1.1 und 1.2.
Diese verfügen jeweils über Ausweichstellungen, gekennzeichnet mit a und b, und sind bei Bedarf zu wechseln.
Für die Infanterie wurde durch die Royal Scots Dragoons bereits eine Stellung ausgehoben. In diesem Bereich wurde zudem Material verbracht, das durch eigene Kräfte genutzt werden kann.
Der Feind greift im Schwerpunkt mit Kampfpanzerkräften an.
Über die Flanken ist mit dem Einsatz von Schützenpanzern und Infanterie zu rechnen.
Im gesamten Gefechtsstreifen ist von mechanisiertem Feind auszugehen.
Übergang in den Gegenangriff:
Sobald der feindliche Angriff abgewehrt ist und eigene Kräfte wieder handlungsfähig sind, erfolgt der Übergang in den Gegenangriff.
Während des Vorrückens sind durch alle Teile fortlaufend geeignete Stellungen, Ausweich- und Sammelräume aufzuklären und zu melden, um bei Feindberührung oder Verzögerungen kurzfristig abgesessen oder ausweichend kämpfen zu können.
Im Raum A bis F Dorf ist mit eingegrabenen feindlichen Kräften zu rechnen. Diese Räume sind zu sichern, zu räumen und zu halten.
Anschließend ist die im Angriffsraum (AZ) befindliche feindliche Rohrartillerie, sofern sie noch nicht verlegt wurde, aufzuklären und zu zerstören.
Aufgrund des sumpfigen Geländes nördlich der Artilleriestellungen ist davon auszugehen, dass diese Kräfte nur eingeschränkt beweglich sind und abgeschnitten werden können.

4. EINSATZUNTERSTÜTZUNG

Jeder SPz Puma wurde mit einem Mells + 1 Spike beladen.
Jeder KPz wurde mit 25x KE; 12x HE; 5x Canister; 2x LAHAT beladen
Es ist damit zu rechnen, dass eigene Flieger ihre Gefechtsstreifen übertreten, um auftretenden Feind zu bekämpfen.

5. FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG

Frequenzbelegung:

Zugkreis Fahrzeuge und OpZ: 40.0 MHz
Zugkreis Infanterie: 45.0 MHz
A1/B1: 76.5 MHz
A2/B2: 70.8 MHz
A3/B3: 65.1 MHz
A4/B4: 60.3 MHz

Frohe Weihnachten

20161224104241 1

Die virtuelle Panzergrenadierbrigade 37 wünscht allen ein frohes fest und einen guten Rutsch ins neue jahr

Die Brigade feiert ihr fünfzehntes Jahr und schließt dieses erfolgreich ab. Zahlreiche Neuerungen wurden in den Spielbetrieb integriert.

In diesem Jahr feiern wir auch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der RAGC, welche inzwischen ein fester Bestandteil des wöchentlichen Spiels geworden ist.

Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich für die tolle Aufnahme und das unkomplizierte Zusammenspiel.

 Als Kommandeur der Brigade bedanke ich mich bei den Mitgliedern, welche auch dieses Jahr wieder vollen Einsatz gezeigt haben. 

Vielen Dank für die schönen Stunden.

Kickapoo, Kommandeur vPzGrenBrig37

 

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