Operationsbefehl UebMan151915Afeb26

1. ALLGEMEINE LAGE
Im Rahmen der multinationalen NATO-Übung TRIDENT RESOLVE 26 wird im Raum ROSCHE die kollektive Bündnisverteidigung gemäß Artikel 5 des NATO-Vertrages geübt. Grundlage des Szenarios ist eine fiktive sicherheitspolitische Eskalation zwischen NATO-Staaten und der Republik „Rotland“.
Rotland tritt im Übungsszenario als konventionell und hybrid agierender Aggressor auf und stellt territoriale Ansprüche im Operationsraum. Ziel Rotlands ist es, durch schnelle militärische Operationen und die Einnahme von Schlüsselgelände politische und militärische Fakten zu schaffen.
Im Rahmen der Übungsanlage wird Rotland durch Kräfte der US-Armee dargestellt. Dies erfolgt ausschließlich aus darstellungstechnischen und übungsorganisatorischen Gründen und lässt keine Rückschlüsse auf reale politische oder militärische Lagen zu.
Ziel der NATO ist die Demonstration von Verlegefähigkeit, Interoperabilität und Gefechtsbereitschaft im Rahmen der kollektiven Verteidigung.
a. FEINDLAGE
Der Angriff Rotlands auf der Achse PROBIEN – SCHWEMLITZ wurde durch eigene Kräfte zum Erliegen gebracht. Der Feind ist in die Verteidigung übergegangen.
Rotland verteidigt nun in einem zusammenhängenden Abschnitt von SCHWEMLITZ bis KAHLSTORF. Ziel ist das Halten des gewonnenen Geländes, die Stabilisierung der Front sowie das Abweisen eines erwarteten Gegenangriffs eigener Kräfte.
Die Verteidigung wird vermutlich in gestaffelter Tiefe geführt:
• Vorderste Linie im Raum SCHWEMLITZ
Der Feind gilt als:
• Hoch motiviert
• Gefechtserfahren
• Führungsstark auf unterer taktischer Ebene
• Modern ausgestattet im Bereich SPz und TPz
Ausstattung und Fähigkeiten:
• Moderne Schützenpanzer (SPz) mit hoher Feuerkraft und guter Nachtsichtfähigkeit
• Moderne Transportpanzer (TPz) mit hoher Beweglichkeit
• Kampfpanzer älterer Generation mit eingeschränkter Sensorik und Schutzwirkung, jedoch weiterhin wirksamer Hauptbewaffnung
• Verstärkte Panzerabwehrmittel in vorderster Linie
• Drohnen zur Aufklärung und Zielzuweisung
Bewertung der feindlichen Verteidigung:
Es ist davon auszugehen, dass Rotland:
• Ortschaften und Waldränder befestigt hat,
• Panzerabwehrkräfte in wahrscheinlichen Angriffsrichtungen konzentriert,
• alte KPz aus gedeckten Stellungen zur Raumverteidigung einsetzt,
• moderne SPz als bewegliche Reserve für Gegenstöße bereithält.
Engstellen, Waldpassagen sowie Ortsdurchfahrten im Abschnitt SCHWEMLITZ – KAHLSTORF sind mit vorbereiteten Feuerüberfällen zu rechnen.
Feindabsicht:
Rotland beabsichtigt, den Abschnitt SCHWEMLITZ – KAHLSTORF unter allen Umständen zu halten, unseren Gegenangriff abzunutzen und durch lokale Gegenstöße operative Initiative zurückzugewinnen.
Der Luftraum im Operationsgebiet ist als umkämpft zu bewerten.
Im Rahmen der Übungsanlage wird eine beidseitige, leistungsfähige Flugabwehr (FlaRak) angenommen. Aufgrund dieser simulierten Bedrohung meiden Starrflügler die unmittelbare Frontlinie. Luftnahunterstützung durch Kampfflugzeuge wird lediglich simuliert und steht im direkten Frontbereich nicht real zur Verfügung.
Tatsächlich eingesetzte Luftfahrzeuge beschränken sich auf:
• Leichte Mehrzweckhubschrauber
• Leichte Transporthubschrauber
• Aufklärungshubschrauber
Bewertung:
• Tiefflugoperationen sind möglich, jedoch mit erhöhtem Risiko durch angenommene FlaRak-Bedrohung.
• Feindliche Hubschrauber sind im rückwärtigen Raum wahrscheinlich und können für Aufklärung oder begrenzte Luftnahunterstützung eingesetzt werden.
Es ist davon auszugehen, dass beide Seiten versuchen werden, durch Hubschraubereinsatz Bewegungen zu verschleiern, schnelle Verlegungen durchzuführen und punktuell Gefechtsfeldaufklärung zu betreiben.
Eine durchgängige Luftherrschaft besteht für keine Seite.
B. EIGENE LAGE
Die Panzergrenadierbrigade 37 hat den feindlichen Angriff auf der Achse PROBIEN – SCHWEMLITZ erfolgreich abgewehrt und die Verteidigung stabilisiert.
Eigene Kräfte halten derzeit vorbereitete Stellungen nördlich SCHWEMLITZ. Die Front ist konsolidiert. Kräfte wurden neu gegliedert, Munition ergänzt und Verwundete evakuiert. Die Brigade ist wieder voll handlungsfähig.
Absicht der übergeordneten Führung ist es, durch einen koordinierten Gegenschlag die Initiative zurückzugewinnen, den Feind im Abschnitt SCHWEMLITZ – KAHLSTORF zu zerschlagen und verlorenes Gelände zurückzugewinnen.
Unterstellte / verfügbare Kräfte:
• Panzergrenadierbataillone mit SPz-Unterstützung
• Panzerbataillon als beweglicher Schwerpunkt
• Artilleriebataillon zur Feuerunterstützung
• Pionierkräfte zur Herstellung von Beweglichkeit (Sperren räumen, Übergänge schaffen)
• Aufklärungskräfte zur Feindaufklärung und Schwerpunktbildung
• Logistische Kräfte im rückwärtigen Raum
Eigene Lagebeurteilung:
• Moral und Gefechtsbereitschaft sind hoch nach erfolgreicher Abwehr.
• Munitions- und Kraftstoffvorräte sind ausreichend für offensive Operationen.
C. ZIVILE LAGE
Der Operationsraum ist überwiegend frei von Zivilisten, wodurch offensive Operationen von Nord nach Süd weitgehend ohne direkte zivile Einschränkungen durchgeführt werden können. Ortsdurchfahrten und Engstellen müssen jedoch weiterhin mit Vorsicht behandelt werden. Ziel ist es, Schäden an zivilen Strukturen zu vermeiden, um Infrastruktur für spätere Nutzung zu erhalten.
2. AUFTRAG
Die Brigade überschreitet die eigenen Feldposten im Norden und tritt in den zugewiesenen Gefechtsstreifen ein. Ziel ist es, die festgelegten Zwischenziele (ZZ1 bis ZZ5) zu erreichen und anschließend das Angriffsziel (AZ) zu sichern.
3. DURCHFÜHRUNG
Der Panzergrenadierzug fließt in seinen Gefechtsstreifen ein. Dabei nimmt er die „Sand Pit“ und zerschlägt dabei die vermuteten Aufklärungskräfte im Bereich.
Im Anschluss geht er auf den Angriff des ZZ1 über. Dort wird motorisierte Panzerabwehr vermutet.Der markierte Bereich im Zwischengelände ZZ1-ZZ2 wird von B-1 und B-2 gesichert. In diesem Bereich wurden Audiosignaturen von KPz aufgenommen.
Im weiteren Verlauf sind die markierten Bereiche von den jeweiligen Trupps zu nehmen.
Kahlstorf wird von den Kräften im östlichen Gefechtsstreifen gesichert, während wir uns auf den Angriff auf das AZ konzentrieren können.
Rot markierte Bereiche auf der Karte sind nicht existent.
4. EINSATZUNTERSTÜTZUNG
Jeder SPz Puma wurde mit einem Mells + 1 Spike beladen.
5. FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG
Frequenzbelegung:
Zugkreis Fahrzeuge und OpZ: 40.0 MHz
Zugkreis Infanterie: 45.0 MHz
A1/B1: 76.5 MHz
A2/B2: 70.8 MHz
A3/B3: 65.1 MHz
A4/B4: 60.3 MHz
Hinweis zur Gefechtsdarstellung:
Die visuelle Darstellung von Feuer, Explosionen und Gefechtseinwirkungen erfolgt ausschließlich über VR-Brillen.
Physische Munition wird nicht eingesetzt, alle Wirkungen sind simuliert.
Die Sicherheitsregeln der Übung bleiben jederzeit einzuhalten.
Eigene Kräfte behandeln dargestellte Bedrohungen nach Taktik, jedoch ohne realen Materialeinsatz.




