Operationsbefehl UebMan221915Ajan26

1. ALLGEMEINE LAGE
Nach dem Scheitern mehrerer diplomatischer Vermittlungsversuche zwischen der Russischen Föderation und der Europäischen Union hat sich die Sicherheitslage in der Region Beketov deutlich verschärft. Als Reaktion auf anhaltende politische Spannungen und militärische Provokationen hat eine europäische multinationale Task Force begrenzte militärische Operationen im Raum Beketov aufgenommen.
Russische Streitkräfte haben den Raum Beketov in den vergangenen Wochen verstärkt und nutzen ihn als vorgeschobenen Verteidigungs- und Bereitstellungsraum. Im Zuge der aktuellen Eskalation hat der Feind einen koordinierten Angriff mit Kampfpanzer-, Schützenpanzer- und Infanteriekräften eingeleitet, um die Initiative zu behalten und ein weiteres Vordringen der Task Force aus südlicher Richtung zu verhindern.
Ziel der europäischen Kräfte ist es, den feindlichen Angriff abzuwehren, um anschließend die Voraussetzungen für einen eigenen Gegenangriff nach Norden zu schaffen. Durch das Zerschlagen der russischen Kräfte im Raum Beketov soll die operative Handlungsfreiheit der Task Force wiederhergestellt und der feindliche Verteidigungsraum nachhaltig geschwächt werden.
Die Zivilbevölkerung hat den Großteil des unmittelbaren Einsatzraumes verlassen oder wurde durch russische Behörden evakuiert. Vereinzeltes ziviles Auftreten kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Die Gesamtlage ist angespannt. Mit weiteren feindlichen Aktivitäten, insbesondere durch verstärkte mechanisierte Kräfte, Umgruppierungen sowie begrenzte Gegenstöße, ist jederzeit zu rechnen.
a. FEINDLAGE
Russische Streitkräfte operieren im Raum Beketov auf eigenem Territorium und verfügen über hohe Orts- und Geländekenntnis.
Die Moral des Feindes ist hoch; die Truppe ist gut geführt, kampferfahren und durch die Verteidigung auf eigenem Boden hochmotiviert.
Der Feind setzt mechanisierte Kräfte ein, bestehend aus Kampfpanzer-, Schützenpanzer- und infanteristischen Elementen. Diese Kräfte werden aus vorbereiteten Stellungen im nördlichen Raum von Beketov geführt und verfügen über bewegliche Reserven für Gegenstöße.
Die feindlichen Bodentruppen werden durch indirektes Feuer unterstützt.
Es liegen Hinweise auf den Einsatz einer Batterie Iskander-M im rückwärtigen Raum vor. Diese stellt eine erhebliche Bedrohung für Führungs-, Logistik- und Bereitstellungsräume dar.
Zusätzlich verfügt der Feind über Rohrartillerie, die zur Feuerunterstützung des Angriffs sowie zur Bekämpfung eigener Schwerpunkte eingesetzt wird. Mit schnell wechselnden Feuerstellungen und zeitnahem Feuerüberfall ist zu rechnen.
Der Feind ist bestrebt, durch massierten Einsatz von gepanzerten Kräften und Artilleriefeuer die eigene Initiative zu sichern und den Übergang eigener Kräfte in den Gegenangriff zu verhindern.
Gezielte Feuerüberfälle, Gegenstöße aus der Tiefe sowie der Einsatz von Reserven auf erkannte Schwachstellen sind wahrscheinlich.
Luftlage:
Der eigene Einsatzraum wird während der Verteidigung sowie des anschließenden Angriffs durch einen Halbzug Flugabwehr Ozelot gedeckt. Der Schwerpunkt der eigenen bodengebundenen Luftverteidigung liegt auf dem Schutz eigener Kräfte gegen feindliche Hubschrauber und tieffliegende Luftfahrzeuge. Ein umfassender Schutz gegen hochfliegende Luftziele ist nicht gegeben.
Der Feind verfügt weiterhin über luftgestützte Kräfte und setzt trotz eigener Verluste Jets sowie Kampf- und Transporthubschrauber ein. Mit Aufklärungsflügen, Close-Air-Support sowie schnellen Angriffen auf eigene Schwerpunkte und Führungsräume ist zu rechnen. Insbesondere während eigener Bewegungen und beim Übergang in den Angriff besteht erhöhte Bedrohung aus der Luft.
Links angrenzend operieren britische Kräfte der Royal Scots Dragoons. Diese setzen zur direkten Feuerunterstützung Angriffshubschrauber des Typs Wildcat ein.
Zur Sicherstellung der Lufthoheit im angrenzenden Raum stellen die britischen Kräfte zusätzlich eine Combat Air Patrol (CAP) mit Harrier GR.9. Eine unmittelbare Luftnahunterstützung durch diese Kräfte ist grundsätzlich möglich, jedoch lageabhängig und priorisiert nach Auftrag.
Insgesamt ist die Luftlage als umkämpft zu bewerten. Eigene Kräfte haben mit begrenzter bodengebundener Flugabwehr sowie verbündeter Luftunterstützung zu rechnen, während der Feind weiterhin in der Lage ist, punktuell Luftüberlegenheit zu erzielen.
B. EIGENE LAGE
Eigene Kräfte sind Teil einer europäischen multinationalen Task Force, die im Rahmen einer gemeinsamen Sicherheitsoperation in den Raum Beketov verlegt wurde. Ziel des Einsatzes ist es, den feindlichen Angriff zu stoppen und die operative Handlungsfreiheit im südlichen Abschnitt der Operationszone wiederherzustellen.
Unsere Kräfte befinden sich derzeit im Stadtgebiet Beketov und haben dort vorbereitete Stellungen bezogen. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf der Abwehr des laufenden feindlichen Angriffs, um die eigene Gefechtsbereitschaft zu erhalten und die Lage zu stabilisieren.
Nach erfolgreicher Verteidigung ist beabsichtigt, den Übergang in den eigenen Angriff durchzuführen. Dazu bereiten sich die eingesetzten Kräfte auf ein Vorgehen in nördliche Richtung entlang der Achse Beketov – Ksenino vor, mit dem Ziel, die feindlichen Stellungen im Raum Ksenino zu nehmen und den Gegner weiter nach Norden zurückzudrängen.
Rechts angrenzend ist das Panzerbataillon 306 eingesetzt und sichert den Nachbarraum. Die seitliche Verbindung ist hergestellt.
Links angrenzend operieren britische Kräfte der Royal Scots Dragoons. Ein unmittelbarer Funkkontakt besteht derzeit nicht; eine direkte Koordination ist nur eingeschränkt möglich.
C. ZIVILE LAGE
Der Großteil der Zivilbevölkerung hat das unmittelbare Kampfgebiet in und um Beketov bereits verlassen oder wurde durch lokale Behörden evakuiert.
Dennoch ist insbesondere im städtischen Bereich sowie in einzelnen Randlagen mit verbliebenen Zivilpersonen zu rechnen, die entweder nicht evakuiert werden konnten oder sich bewusst im Gebiet aufhalten.
Die zivile Infrastruktur in Beketov ist teilweise intakt, darunter Wohngebäude, Versorgungsanlagen und Verkehrswege. Schäden durch vorausgegangene Kampfhandlungen sind vorhanden, jedoch nicht flächendeckend.
Zivile Fahrzeuge und vereinzelter Restverkehr können nicht ausgeschlossen werden.
Der Umgang mit der Zivilbevölkerung hat unter Beachtung der Rules of Engagement zu erfolgen.
Zivile Verluste und Schäden an nicht militärischer Infrastruktur sind nach Möglichkeit zu vermeiden, da diese die eigene Operationsführung sowie die Akzeptanz des Einsatzes negativ beeinflussen können.
Mit einer weiteren Fluchtbewegung der Zivilbevölkerung im Zuge fortgesetzter Kampfhandlungen, insbesondere während des Übergangs in den Angriff, ist zu rechnen.
2. AUFTRAG
Eigene Kräfte verteidigen den Raum Beketov, weisen den feindlichen Angriff ab und verhindern ein weiteres Vordringen russischer Kräfte nach Süden.
Sobald der feindliche Angriff abgeflacht ist und eigene Kräfte wieder handlungsfähig sind, gehen eigene Kräfte in den Gegenangriff über.
Der Gegenangriff erfolgt aus dem Raum Beketov in nördliche Richtung entlang der Achse Beketov – Ksenino mit dem Ziel, die dort eingesetzten feindlichen Kräfte zu zerschlagen, Ksenino zu nehmen und die Initiative im Einsatzraum zu gewinnen.
3. DURCHFÜHRUNG
Der Panzergrenadierzug, verstärkt durch einen Kampfpanzer Leopard 2A6, bezieht die vorbereiteten Stellungen 1.1 und 1.2.
Diese verfügen jeweils über Ausweichstellungen, gekennzeichnet mit a und b, und sind bei Bedarf zu wechseln.
Für die Infanterie wurde durch die Royal Scots Dragoons bereits eine Stellung ausgehoben. In diesem Bereich wurde zudem Material verbracht, das durch eigene Kräfte genutzt werden kann.
Der Feind greift im Schwerpunkt mit Kampfpanzerkräften an.
Über die Flanken ist mit dem Einsatz von Schützenpanzern und Infanterie zu rechnen.
Im gesamten Gefechtsstreifen ist von mechanisiertem Feind auszugehen.
Übergang in den Gegenangriff:
Sobald der feindliche Angriff abgewehrt ist und eigene Kräfte wieder handlungsfähig sind, erfolgt der Übergang in den Gegenangriff.
Während des Vorrückens sind durch alle Teile fortlaufend geeignete Stellungen, Ausweich- und Sammelräume aufzuklären und zu melden, um bei Feindberührung oder Verzögerungen kurzfristig abgesessen oder ausweichend kämpfen zu können.
Im Raum A bis F Dorf ist mit eingegrabenen feindlichen Kräften zu rechnen. Diese Räume sind zu sichern, zu räumen und zu halten.
Anschließend ist die im Angriffsraum (AZ) befindliche feindliche Rohrartillerie, sofern sie noch nicht verlegt wurde, aufzuklären und zu zerstören.
Aufgrund des sumpfigen Geländes nördlich der Artilleriestellungen ist davon auszugehen, dass diese Kräfte nur eingeschränkt beweglich sind und abgeschnitten werden können.
4. EINSATZUNTERSTÜTZUNG
Jeder SPz Puma wurde mit einem Mells + 1 Spike beladen.
Jeder KPz wurde mit 25x KE; 12x HE; 5x Canister; 2x LAHAT beladen
Es ist damit zu rechnen, dass eigene Flieger ihre Gefechtsstreifen übertreten, um auftretenden Feind zu bekämpfen.
5. FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG
Frequenzbelegung:
Zugkreis Fahrzeuge und OpZ: 40.0 MHz
Zugkreis Infanterie: 45.0 MHz
A1/B1: 76.5 MHz
A2/B2: 70.8 MHz
A3/B3: 65.1 MHz
A4/B4: 60.3 MHz




