
1. ALLGEMEINE LAGE
Das Einsatzgebiet befindet sich im tiefsten Winter, mit stark vereisten Straßen, verschneiten offenen Flächen und erschwerten Sichtverhältnissen. Im Rahmen der jüngsten Kampfhandlungen ist eine russische Streitmacht mit modernen mechanisierten und gepanzerten Kräften aus Nordosten in das Gebiet vorgestoßen. Der Gegner konnte anfänglich rasch Geländegewinne erzielen, ist jedoch inzwischen entlang der Linie Schotterfer Berg – Barmke – Lappwald gestoppt worden und hat Verteidigungsstellungen bezogen.
Die Zivilbevölkerung hat das Kampfgebiet größtenteils verlassen oder wurde evakuiert. Die Lage ist insgesamt angespannt, es wird mit weiteren Feindaktivitäten in Form von Umgruppierungen oder Gegenstößen gerechnet.
a. FEINDLAGE
Die russischen Verbände verfügen weiterhin über moderne Schützenpanzer, Kampfpanzer sowie mechanisierte und Infanteriekräfte und halten die Linie Schotterfer Berg – Barmke – Lappwald. Die Truppen sind auf Verteidigung ausgerichtet und haben das Gelände befestigt. Bei winterlichen Extrembedingungen ist die Beweglichkeit des Gegners stark eingeschränkt.
Die Moral der gegnerischen Fronteinheiten ist deutlich gesunken: Es gibt vermehrt Berichte über Deserteure und Soldaten, die versuchen überzulaufen. Dies deutet auf eine massiv gesunkene Kampfbereitschaft und Verunsicherung innerhalb der feindlichen Reihen hin. Dennoch bleibt ein gewisses Maß an Widerstand vor allem bei mechanisierten und spezialisierten Kräften bestehen.
Mit vereinzelten, unkoordinierten Aktionen und einer insgesamt abnehmenden Gefechtsbereitschaft ist zu rechnen.
B. EIGENE LAGE
Die 2. Kompanie der 391. Panzergrenadierbrigade wurde kürzlich in das Einsatzgebiet verlegt und tritt ihre Position im Kampfgebiet an. Bislang hielten befreundete Verbände den Bereich entlang der Linie Schotterfer Berg – Barmke – Lappwald. Die 2. Kompanie (Spielereinheit) erhält nun den Auftrag, den Gegenstoß gegen die russischen Kräfte zu führen.
Im Einsatzraum sind durch das vorausgegangene Rückzugsgefecht eigene Fahrzeuge und einzelne, versprengte Infanterieeinheiten noch verblieben, mit denen gegebenenfalls gerechnet werden muss. Flankiert wird die 2. Kompanie durch jeweils eine Kompanie des 306. Panzerbataillons auf der linken und rechten Seite, die den Frontabschnitt ebenfalls sichern und verstärken.
Die Lage erfordert ein koordiniertes Vorgehen mit der Möglichkeit von improvisierten Unterstützungen durch zurückbleibende Einheiten.
C. ZIVILE LAGE
Die zivile Bevölkerung im Einsatzgebiet konnte größtenteils während des zurückliegenden Rückzugsgefechtes in Sicherheit gebracht werden. Viele Anwohner sind entweder geflohen oder wurden durch Sicherheitskräfte und Hilfsorganisationen evakuiert. Somit ist im Kampfgebiet nur noch mit vereinzelten, möglicherweise zurückgebliebenen Zivilpersonen zu rechnen.
Die Infrastruktur ist teilweise beschädigt, und Versorgungswege sind aufgrund der winterlichen Bedingungen und Kampfhandlungen eingeschränkt.
2. AUFTRAG
Die 2. Kompanie der 391. Panzergrenadiere erhält den Auftrag, den Gefechtsstreifen von Südwest nach Nordost vollständig zu durchlaufen und alle auftretenden feindlichen Kräfte konsequent zu bekämpfen und zurückzuwerfen. Ziel ist es, die feindlichen Linien zu durchbrechen und den Vorstoß in Richtung Nordosten wieder aufzunehmen.
Im Einsatzgebiet können eigene versprengte Kräfte sowie Fahrzeuge aus vorherigen Rückzugsgefechten noch vorhanden sein und sind gegebenenfalls zu berücksichtigen oder zu unterstützen. Die Flüsse im Gebiet sind teils vereist, aber aufgrund der winterlichen Kälte für Schwimmende Durchquerungen ungeeignet. Eine sichere Querung ist nur an geeigneten Übergängen möglich.
Ein vorsichtiger Umgang mit eventuell noch im Gebiet verbliebenen Zivilpersonen wird vorausgesetzt.
3. DURCHFÜHRUNG
Der PzGren Zug verstärkt begibt sich auf die Position des Feldpostens. Es wurde mit einer überlaufenden T-14 Crew vereinbart, dass sie sich nördlich des Feldposten mit uns treffen. Der T-14 sowie die 2 BMP-2 haben den Befehl den Vormarsch des Feindes weiter fortzuführen. Hierbei ist unser Auftrag, die 2 BMP auszuschalten und die Crew des T-14 gefangen zu nehmen. Hierbei Obacht, es könnte sich hierbei um ein Täuschungsversuch handeln. Ist die Besatzung gefangen genommen, wird diese den Feldjägern südlich des Feldpostens übergeben. Der T-14 wird von eigenen Einheiten zur technischen Begutachtung abgeschleppt. Das Fahrzeug soll so gut es geht intakt bleiben.
Ist die Kapitulation mit Gefangenennahme und Erfassung von Kriegsgerät durchgeführt, fließt der 1. Zug in seinen Gefechtsstreifen ein.
Im Lappwald werden wir die Zufahrtsstraße nach Querenhorst sichern. Hier vermuten wir mechanisierte Infanterie.
Ab der Gefechtsabschnittsgrenze Pfeifgans besteht keine Lageübersicht mehr, da keine Aufklärungsergebnisse mehr erfasst oder übermittelt wurden.
Zwischen Querenhorst und Rickensdorf wurde während dem Rückzugsgefecht Logistik-Fahrzeuge abgeschnitten. Wir sollen den Zustand der Fahrzeuge überprüfen.
Das Gehöft östlich von Rickensdorf (brauner Bereich) wurde durch einen Giftgasangriff zerstört. Wir gehen davon aus, dass sich dort kein Feind befindet.
Bei der Sicherung von Bahrdorf werden wir durch Teile des 2. Zuges unterstützt, sodass der blauschraffierte Bereich durch uns nicht zu sichern ist.
Der Mauerverlauf zwischen Bahrdorf und Gehrendorf wird durch Pioniere gesprengt. Hierbei wird auch der nachfolgende Panzergraben und Minenfeld zerstört.
4. EINSATZUNTERSTÜTZUNG
Pioniere zur Räumung von Minensperren und verlegen von Brücken. Anforderung über OPZGeländebeschränkungen: Flüsse sind nicht schwimmend zu durchqueren. An zugefrorenen stellen, können die Flüsse gekreuzt werden.
Bis zur PL Pfeifgans kann Artillerieunterstützung angefordert werden. Hierbei steht Rauch, HE zur Verfügung. Anforderung über OPZ
5. FÜHRUNGSUNTERSTÜTZUNG
Frequenzbelegung:
Zugkreis Fahrzeuge und OpZ: 40.0 MHz
Zugkreis Infanterie: 45.0 MHz
A1/B1: 76.5 MHz
A2/B2: 70.8 MHz
A3/B3: 65.1 MHz
A4/B4: 60.3 MHz